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Willkommen bei MdbK [talk], dem Podcast vom Museum der bildenden Künste Leipzig.

MdbK [talk] #26: MARTIN KIPPENBERGER - Die Geschichte von METRO-Net

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„Blöder geht ja gar nicht. Dann machen wir das so“, reagierte Martin Kippenberger auf Lukas Baumewalds Ideen zur Umsetzung von METRO-Net. In der dritten und letzten Folge des Podcasts, erzählt der Architekt, wie und warum er das erste Plakat zu METRO-Net entwarf. Außerdem hörst du, welche Herausforderungen ihm bei den Entwürfen des Lüftungsschachtes und der schwimmenden Metrostation begegneten.

Im dreiteiligen Podcast anlässlich der Ausstellung MARTIN KIPPENBERGER. METRO-Net sprechen wir mit Wegbegleiter*innen und Unterstützer*innen von Martin Kippenberger, die mit uns ihre Erfahrungen und Erlebnisse mit dem Künstler teilen.

Im dreiteiligen Podcast anlässlich der Ausstellung MARTIN KIPPENBERGER. METRO-Net sprechen wir mit Wegbegleiter*innen und Unterstützer*innen von Martin Kippenberger, die mit uns ihre Erfahrungen und Erlebnisse mit dem Künstler teilen.

Anfang der 1990er Jahre entwickelte Martin Kippenberger die Idee, ein weltweites U-Bahn-Netz zu bauen. Die Nutzbarkeit hängt dabei direkt von der Vorstellungskraft des Betrachters ab. Einer der U-Bahn-Eingänge befindet sich in Leipzig: auf dem Gelände der Neuen Leipziger Messe. Die Ausstellung im MdbK zeigt mehr als 100 Exponate, darunter Modelle, Zeichnungen sowie Baupläne und Fotografien.

Martin Kippenberger (1953-1997) war einer der wichtigsten, innovativsten und produktivsten Künstler*innen der 1980er und 1990er Jahre. Er präsentierte sich gern als "Enfant terrible" der deutschen Kunstszene. Zugleich war er aber auch ein Künstler, der mit romantischer Veranlagung die Stille und Einsamkeit als kreatives Simultan benötigte.

Foto: Albrecht Fuchs; Martin Kippenberger, METRO-Net, U-Bahn-Station Leipzig, 1997

MdbK [talk] #25: MARTIN KIPPENBERGER - Martin ist immer da

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„Ich habe kaum einen Künstler gekannt, der sich so offen und so sozial zu anderen Künstlern verhalten hat“, sagt Elfie Semotan in der zweiten Folge des Podcasts zu Martin Kippenberger. Die österreichische Modefotografin und Künstlerin verbrachte zwei Jahre an der Seite des Ausnahmekünstlers. In dieser Episode erfährst du, wie sich Semotan und Kippenberger kennenlernen und entstand wie sie sich gemeinsam bei Kunstprojekten inspirieren konnten.

Im dreiteiligen Podcast anlässlich der Ausstellung MARTIN KIPPENBERGER. METRO-Net sprechen wir mit Wegbegleiter*innen und Unterstützer*innen von Martin Kippenberger, die mit uns ihre Erfahrungen mit dem Künstler teilen.

Elfie Semotan ist als Modefotografin und Künstlerin tätig. Sie prägt die österreichische Mode- und Werbefotografie. Ihre Aufnahmen erscheinen in der Vogue , Marie Claire oder der Elle. Sie war zwei Jahre mit Martin Kippenberger verheiratet. Elfie Semotan lebt in Wien, New York und Jennersdorf/Burgenland.

Anfang der 1990er Jahre entwickelte Martin Kippenberger die Idee, ein weltweites U-Bahn-Netz zu bauen. Die Nutzbarkeit hängt dabei direkt von der Vorstellungskraft des Betrachters ab. Einer der U-Bahn-Eingänge befindet sich in Leipzig: auf dem Gelände der Neuen Leipziger Messe. Die Ausstellung im MdbK zeigt mehr als 100 Exponate, darunter Modelle, Zeichnungen sowie Baupläne und Fotografien.

Foto: Elfie Semotan, Martin Kippenberger im Atelier mit Elfie Semotan, Wien, 1996, © Elfie Semontan, courtesy Studio Semotan

MdbK [talk] #24: MARTIN KIPPENBERGER - Als Künstler geboren und unterschätzt

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In der ersten Podcast-Folge zur Ausstellung MARTIN KIPPENBERGER. METRO-Net kommen die Galeristin und langjährige Freundin Kippenbergers Gisela Capitain und seine Schwester Susanne Kippenberger zu Wort. Wir erfahren, wie ein Treffen mit dem Künstler das Leben von Capitain maßgeblich verändern sollte, warum Kunst schon immer eine große Rolle in der Familie Kippenberger spielte und was einen „echten Kippenberger“ ausmacht.
Im dreiteiligen Podcast anlässlich der Ausstellung MARTIN KIPPENBERGER. METRO-Net sprechen wir mit Wegbegleiter*innen und Unterstützer*innen von Martin Kippenberger, die mit uns ihre Erfahrungen mit dem Künstler teilen.

Susanne Kippenberger arbeitet als Journalistin und Autorin in Berlin. Sie ist die jüngste Schwester des Künstlers. Über ihr Leben mit dem Künstler schrieb sie ein Buch (Der Künstler und seine Familie, 2007). 1977 lernt Gisela Capitain den Künstler Martin Kippenberger in Berlin kennen und leitet sein Büro. Nebenbei arbeitet sie noch als Lehrerin. Anfang der 1980er Jahre zieht sie nach Köln und eröffnete ihre eigene Galerie. Gisela Capitain verwaltet den Nachlass von Kippenberger.

Anfang der 1990er Jahre entwickelte Martin Kippenberger die Idee, ein weltweites U-Bahn-Netz zu bauen. Die Nutzbarkeit hängt dabei direkt von der Vorstellungskraft des Betrachters ab. Einer der U-Bahn-Eingänge befindet sich in Leipzig: auf dem Gelände der Neuen Leipziger Messe.

Die Ausstellung im MdbK zeigt mehr als 100 Exponate, darunter Modelle, Zeichnungen sowie Baupläne und Fotografien.
Martin Kippenberger (1953-1997) war einer der wichtigsten, innovativsten und produktivsten Künstler*innen der 1980er und 1990er Jahre. Er präsentierte sich gern als "Enfant terrible" der deutschen Kunstszene. Zugleich war er aber auch ein Künstler, der mit romantischer Veranlagung die Stille und Einsamkeit als kreatives Stimulans benötigte.

Foto: Elfie Semotan, (Frieda für alle), Venedig, 1996, © Elfie Semontan, courtesy Studio Semotan

MdbK [talk] #23: ZERO WASTE - Call for the Future

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In der letzten Folge unseres Podcasts, der begleitend zur ZERO WASTE Ausstellung erscheint, dreht sich alles um Zero Waste in Alltag, Politik und Kulturbetrieb.

Wir sprechen mit dem brasilianisch-kanadischen Künstlerduo Kadija de Paula & Chico Togni und mit der Künstlerin Sybille Neumeyer. In der ZERO WASTE Ausstellung präsentieren Kadija de Paula und Chico Togni ihre aktivistische Arbeit "K+C's Legendary Zero Waste Kitchen Ensemble & Co.". Anhand der Installation diskutieren die Künstler*innen über das Bewusstsein für den Wert von Ressourcen, Konsumgewohnheiten und Wirtschaftswachstum.

Gemeinsam mit dem Moderator Hannes Glück sprechen sie außerdem über die Bedeutung von Müll im globalen Süden und im globalen Norden, die Zukunft unserer Ernährung sowie Nachhaltigkeit im Kulturbetrieb.

"Walk the Talk" ist ein dialogisches Führungsformat, bei dem sich Experten*innen aus verschiedenen wissenschaftlichen Bereichen in einer moderierten Diskussion über einen Themenkomplex der Ausstellung austauschen.

Die vierte Folge wurde vor der Schließung des Museums aufgenommen und erscheint in englischer Sprache.

MdbK [talk] #22: ZERO WASTE - Herausforderung Nachhaltigkeit. Konsumverhalten, Recycling, Kreislaufwirtschaft

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Im Herbst 2020 widmet sich MdbK [talk] der Ausstellung ZERO WASTE, die bis 8. November 2020 im MdbK zu sehen ist.

In der Folge #22 sprechen wir in Form eines "Walk the Talks" mit Dr. Ines Oehme vom Umweltbundesamt, Expertin für Obsoleszenz von Elektronikgeräten, Kreislaufwirtschaft und Recycling sowie Dr. Parissa Chokrai, Umweltpsychologin an der Universität Leipzig.

"Walk the Talk" ist ein dialogisches Führungsformat mit zwei Expert*innen aus verschiedenen wissenschaftlichen Bereichen. In einer moderierten Diskussion tauschen sie sich mit dem Publikum zu einem Themenkomplex der ZERO WASTE Ausstellung in Bezug auf ausgewählte Kunstwerke aus. Aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen können daran im MdbK aktuell leider nur 5 Personen teilnehmen. Deshalb zeichnen wir alle vier "Walk the Talks" auf und stellen sie als MdbK [talk] Podcast-Episoden zur Verfügung.

Moderatorinnen:
Lena Fließbach, kuratierte zusammen mit Hannah Beck-Mannagetta die Ausstellung ZERO WASTE im MdbK in Kooperation mit dem Umweltbundesamt

und

Laura Jansen ist eine Texterin aus Leipzig. Seit ihrem Engagement im "Café kaputt" (Leipziger Repair Café) bringt sie das Thema Abfall in das Bewusstsein der Öffentlichkeit: ob als Mitorganisatorin von Veranstaltungen wie dem "Markt der Müllvermeidung" oder als Mitgründerin des "Leipziger Bündnis Abfallvermeidung" – ein Netzwerk für Leipziger Abfallvermeidungs-Initiativen.

Expert*innen:

Ines Oehme (*1967) ist Fachgebietsleiterin für Produktverantwortung am Umweltbundesamt in Dessau-Roßlau. Die promovierte Chemikerin beschäftigte sich mit Ökodesign und der Obsoleszenz von Elektrogeräten. Seit 2018 leitet sie das Fachgebiet Produktverantwortung, welches Fragen der Kreislaufwirtschaft von Elektroaltgeräte, Altfahrzeugen, Batterien, Verpackungen und Kunststoffen bearbeitet.

Parissa Chokrai (*1974 ist Sozial- und Umweltpsychologin. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin der Universität Leipzig war sie u. a. an der 4. Naturbewusstseins-Studie des Bundesamt für Naturschutz sowie am EU-Projekt ECHOES (Energy CHOices supporting the Energy Union and the Set-Plan) beteiligt. Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Untersuchung von Einflussfaktoren pro-ökologischen Handelns sowie politischer Partizipation. 2019 organisierte sie die zweite umweltpsychologische Doktorand*innen-Tagung in Leipzig. Aktuell ist sie Doktorandin an der Universität Leipzig und forscht zu extremen Formen des Umweltengagements.

MdbK [talk] #21: ZERO WASTE - Unsichtbarer Müll. Feinstaub, Reststoffe und Entsorgung

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Im Herbst 2020 widmet sich MdbK [talk] der Ausstellung ZERO WASTE, die bis 8. November 2020 im MdbK zu sehen ist.

In der Folge #21 sprechen wir in Form eines "Walk the Talks" mit der Künstlerin, Architektin und Expertin für Staub und Abfallwirtschaft Bettina Vismann sowie mit dem Experten für Geografien und Ökonomien des Abfalls und der Entsorgung Dr. Yusif Idies über unsichtbaren Müll wie Feinstaub, Staub und Rauch sowie die Entsorgung und Verbringung von kleinsten Reststoffen und Partikeln.

"Walk the Talk" ist ein dialogisches Führungsformat mit zwei Expert*innen aus verschiedenen wissenschaftlichen Bereichen. In einer moderierten Diskussion tauschen sie sich mit dem Publikum zu einem Themenkomplex der ZERO WASTE Ausstellung in Bezug auf ausgewählte Kunstwerke aus. Aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen können daran im MdbK aktuell leider nur 5 Personen teilnehmen. Deshalb zeichnen wir alle vier "Walk the Talks" auf und stellen sie als MdbK [talk] Podcast-Episoden zur Verfügung.

Moderatorinnen:
Lena Fließbach, kuratierte zusammen mit Hannah Beck-Mannagetta die Ausstellung ZERO WASTE im MdbK in Kooperation mit dem Umweltbundesamt

und

Laura Jansen ist eine Texterin aus Leipzig. Seit ihrem Engagement im "Café kaputt" (Leipziger Repair Café) bringt sie das Thema Abfall in das Bewusstsein der Öffentlichkeit: ob als Mitorganisatorin von Veranstaltungen wie dem "Markt der Müllvermeidung" oder als Mitgründerin des "Leipziger Bündnis Abfallvermeidung" – ein Netzwerk für Leipziger Abfallvermeidungs-Initiativen.

Expert*innen:
Bettina Vismann ist Architektin, Künstlerin und Staubtheoretikerin. Ihre interdisziplinär ausgerichtete Forschung zum Thema Staub als Element und Material in Naturwissenschaft, Kunst und Architektur präsentierte sie u.a. auf der Berlin Biennale, Haus der Kulturen der Welt, Stadtforum Graz, AA London. Lehrtätigkeiten an der TU–Berlin, ETH–Zürich, Greenwich University, Kunsthochschule Weißensee, HafenCity Universität Hamburg. Bettina Vismann lebt und arbeitet in Berlin.

und

Yusif Idies, *1979 in Frankfurt am Main, lebt in Steinfurt. Er ist derzeit als Akademischer Rat a.Z. am Institut für Geographie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster beschäftigt. Nach seinem Studium in Frankfurt a. M. arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Leipzig, wo er 2015 über nachhaltigen Konsum im Alltag promovierte. Aktuell befasst er sich mit Geografien des Abfalls und der Entsorgung. Besonders interessiert ihn dabei, wie verschiedene Abfallprobleme gerahmt werden und welche Lösungen auf dieser Grundlage ins Auge gefasst werden.

MdbK [talk] #20: ZERO WASTE - Plankton statt Plastik. Vom Meeresmüll bis zum Gift in der Nahrungskette

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Im Herbst 2020 widmet sich MdbK [talk] der Ausstellung ZERO WASTE, die bis 8. November 2020 im MdbK zu sehen ist.

In der Folge #20 sprechen wir in Form eines "Walk the Talks" mit der Meeresbiologin Melanie Bergmann vom Alfred-Wegener-Institut und Werner Brack, einem Experten für Umweltgifte am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung Leipzig über Phänomene wie Müllstrudel in den Weltmeeren, Mikroplastik in der Nahrungskette und Weichmacher.
"Walk the Talk" ist ein dialogisches Führungsformat mit zwei Expert*innen aus verschiedenen wissenschaftlichen Bereichen. In einer moderierten Diskussion tauschen sie sich mit dem Publikum zu einem Themenkomplex der Zero Waste Ausstellung in Bezug auf ausgewählte Kunstwerke aus. Aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen können daran im MdbK aktuell leider nur 5 Personen teilnehmen. Deshalb zeichnen wir alle vier "Walk the Talks" auf und stellen sie als MdbK [talk] Podcast-Episoden zur Verfügung.

Moderatorinnen:
Lena Fließbach, kuratierte zusammen mit Hannah Beck-Mannagetta die Ausstellung ZERO WASTE im MdbK in Kooperation mit dem Umweltbundesamt

und

Laura Jansen ist eine Texterin aus Leipzig. Seit ihrem Engagement im "Café kaputt" (Leipziger Repair Café) bringt sie das Thema Abfall in das Bewusstsein der Öffentlichkeit: ob als Mitorganisatorin von Veranstaltungen wie dem "Markt der Müllvermeidung" oder als Mitgründerin des "Leipziger Bündnis Abfallvermeidung" – ein Netzwerk für Leipziger Abfallvermeidungs-Initiativen.

Expert*innen:
Dr. Werner Brack leitet ein Department für Wirkungsorientierte Analytik am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung und arbeitet als Privatdozent an der Goethe-Universität Frankfurt. Mit seiner Arbeitsgruppe untersucht er die Belastung von Flüssen und Seen mit komplexen Mischungen von Schadstoffen und deren Schadwirkung auf Wasserorganismen. Er koordinierte mehrere große europäische Projekte zum Thema mit dem Ziel die europäische Gesetzgebung zur Wasserqualität weiterzuentwickeln.

Dr. Melanie Bergmann arbeitet als Meeresbiologin im Bereich Tiefseeforschung am Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung. Sie ist Expertin für Müll und Mikroplastik im Meer und leitet das Fram Pollution Observatory in der Arktis, betreibt das online Portal Litterbase (www.litterbase.org) und veröffentlichte das Buch 'Marine Anthropogenic Litter' .

MdbK [talk] #019: LINK IN BIO - Post-Digital Self. Die Kunst der modernen Maskerade

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Wie werden heute im digitalen Alltag die Frage & Veränderung des Gesichtes, Gesichtserkennung und Facefilter diskutiert?
In der letzten MdbK [talk]-Folge zur Ausstellung LINK IN BIO, sprechen wir mit Aram Bartholl, Hanneke Klaver und Jeremy Bailey über „Post-Digital Self. Die Kunst der modernen Maskerade“. War die Maske seit der Ur- und Frühgeschichte ein fassbares Objekt, verschwimmen mittels digitaler Technologien die Grenzen zwischen Maske und Gesicht. Der deutsche Medienkünstler Bartholl kuratierte gemeinsam mit Anika Meier die „Speed Show“ zum Thema Post-Digital Self, in der die Geschichte der Netzkunst erzählt wird. In einem Internetcafé klickte man sich so durch Arbeiten von NetzkünstlerInnen, wie Jeremy Bailey und Hanneke Klaver, die die Identitätsbildung reflektieren und auf den Gesichtsfiltertrend reagieren.

SHOWNOTES
Einleitung 0:00 (Deutsch)
Aram Bartholl 2:43 (Deutsch)
Hanneke Klaver 13:00 (English)
Jeremy Bailey 20:00 (English)
Schluss 26:21 (Deutsch)

Der Kanadier Jeremy Bailey hat in seinem Video „The Future of Television“ (2012) den digitalen Gesichtsfiltertrend gewissermaßen vorhergesehen. Er arbeitet mit einer Gesichtserkennungssoftware. Die Zukunft des Fernsehens ist für Bailey im Jahr 2012, was heute die sozialen Medien sind: Orte der Identitätsbildung.

Die Serie #freetheexpression der niederländischen Künstlerin Hanneke Klaver ist eine Reaktion auf den Gesichtsfiltertrend. Mit Strohalmen, Metalldraht, Holz, Papier und Kleber stellt Klaver analog Filter her, die sie wie Bastelbögen verteilt. Mit ihren nicht standardisierten Gesichtsfiltern befürwortet sie die freie Meinungsäußerung.

Der deutsche Medienkünstler Aram Bartholl entwickelte im Jahr 2010 ein Ausstellungsformat, das aus einem Internet Café für einen Abend einen Ausstellungsraum macht. Im Rahmen der „Speed Show“ ist auf diesen Computern Netzkunst zu sehen. Kunst, die das Internet als Medium nutzt, sich mit den genuinen Eigenschaften des Internets auseinandersetzt und die Technik thematisiert, mit der sie arbeitet. Netzkunst existiert nicht erst, seit das Internet für ein Massenpublikum zugänglich geworden ist, aber die sozialen Medien machen es einem breiteren Publikum möglich, im Alltag bewusst oder unbewusst Netzkunst zu sehen.

LINK IN BIO. Kunst nach den sozialen Medien zeigte mit über 50 Arbeiten, wie sich Produktion und Rezeption von Kunst im Zeitalter sozialer Medien verändern. Die Gruppenausstellung endete mit der temporären Schließung des MdbK. Wir konnten uns glücklicherweise noch vorher mit einigen KünstlerInnen für diese und weitere MdbK [talk]-Folgen zusammensetzen.

MdbK [talk] #018: LINK IN BIO - Post-Digital Pop. Pinsel trifft Pixel

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„Post-Digital Pop berücksichtigt, dass wir im Kontext einer Kultur arbeiten, die durch Bildschirme und soziale Medien grundlegend verändert wurde.“ Der britische Maler Oli Epp hat im Jahr 2017 den Begriff Post-Digital Pop geprägt. Erfahrungen aus dem Digitalen werden auf die Leinwand übertragen, es wird auf Farbigkeit, Übersichtlichkeit und Verständlichkeit gesetzt. Doch können sich alle zeitgenössischen MalerInnen mit diesem Label identifizieren? Wir haben in der MdbK [talk]-Folge „Post-Digital Pop. Pinsel trifft Pixel“ mit Oli Epp, Kristina Schuldt, Chris Drange und Brandon Lipchik gesprochen. Ihre Werke waren im Rahmen der Schau LINK IN BIO zu sehen.

Oli Epp bringt Pop Art und Post-Internet Art auf der Leinwand zusammen, er verbindet Konsum und Internetkultur. Seine Bilder erzählen von Sehnsüchten und Abgründen im digitalen Zeitalter. Kristina Schuldt reagiert in ihrem Werk auf den Selbstdarstellungskult in den sozialen Medien. Menschen werden bei ihr zu einer anonymen Masse, sie kommen miteinander in Berührung, treten aber nur oberflächlich miteinander in Kontakt. Chris Drange spielt dreist mit Autorschaft und Originalität. Dieses Spiel wird täglich von sogenannten InfluencerInnen in den sozialen Medien gespielt, Drange führt es im Medium der Malerei weiter. Brandon Lipchik verbindet in seinen Gemälden Landschaftsmalerei und Stillleben. Seine Bilder entstehen als digitale Collage, die anschließend mit verschiedenen malerischen Techniken auf die Leinwand gebracht werden.

LINK IN BIO. Kunst nach den sozialen Medien zeigte mit über 50 Arbeiten, wie sich Produktion und Rezeption von Kunst im Zeitalter sozialer Medien verändern. Die Gruppenausstellung endete mit der temporären Schließung des MdbK. Wir konnten uns glücklicherweise noch vorher mit einigen KünstlerInnen für diese und weitere MdbK [talk]-Folgen zusammensetzen.

SHOWNOTES
Einleitung 0:00 (Deutsch)
Oli Epp 2:42 (English)
Kristina Schuldt 12:21 (Deutsch)
Chris Drange 19:42 (Deutsch)
Brandon Lipchik 32:22 (English)
Schluss & Ausblick auf die nächste Folge 41:21 (Deutsch)

MdbK [talk] #017: LINK IN BIO - KI-denitätskrise. Mensch und Maschine im Konflikt

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Ganz gleich, ob Suchmaschinen personenbezogene Daten auswerten oder soziale Medien mit Algorithmen arbeiten, die auf Sehgewohnheiten reagieren. Künstliche Intelligenz (KI) gehört längst zu unserem Alltag. Der Konzept- und Medienkünstler Thomas Webb und die dänischen Künstlerinnen Stine Deja & Marie Munk beschäftigen sich in ihren Arbeiten mit dem Einfluss von KI auf uns Menschen und unseren Umgang miteinander. Für MdbK [talk] haben wir uns mit ihnen zum Thema „KI-denitätskrise. Mensch und Maschine im Konflikt“ getroffen.

Thomas Webb ließ von einer KI den Ausdruck von Gesichtern analysieren und bewerten, welche Emotion der vor dem Spiegel stehende Betrachter zeigt. Seinen smarten Spiegel versteht er als Anregung zur kritischen Reflexion über Prozesse, die in den sozialen Medien stattfinden. Im Video „Foreigner“ von Stine Deja erlernt eine KI das Singen. Der Fremde ist die KI, die ihr Fremdes erlernen will, nämlich zu fühlen wie ein Mensch. „Die Tatsache, dass wir in gewissem Maße alle Cyborgs sind, bringt uns emotional durcheinander“, sagen Deja und Munk. Der menschliche Körper wird zu einer trägen Masse, wie die Skulpturen von Munk zeigen.

LINK IN BIO. Kunst nach den sozialen Medien zeigte mit über 50 Arbeiten, wie sich Produktion und Rezeption von Kunst im Zeitalter sozialer Medien verändern. Die Gruppenausstellung endete mit der temporären Schließung des MdbK. Wir konnten uns glücklicherweise noch vorher mit einigen KünstlerInnen für diese und weitere MdbK [talk]-Folgen zusammensetzen.

SHOWNOTES
Einleitung 0:00 (Deutsch)
Thomas Webb 2:00 (English)
Stine Deja & Marie Munk (English)
Schluss & Ausblick Folge 18 24:08 (Deutsch)

Über diesen Podcast

Mit unserem Podcast MdbK [talk] liefern wir Insights zu Kunst und KünstlerInnen unserer Ausstellungen. Wir wollen reden, zuhören, diskutieren. Dafür treffen wir uns mit KünstlerInnen im Museum, in ihrem Atelier oder in der Kunststadt Leipzig. Moderiert wird der Podcast von Juliane Neubauer.

In den aktuellen Folgen von MdbK [talk] dreht sich alles um die von Anika Meier kuratierte Schau LINK IN BIO. Kunst nach den sozialen Medien, die bis Mitte März im MdbK zu sehen war. Wir sprechen mit KünstlerInnen, wie Arvida Byström, Oli Epp, Stine Deja & Marie Munk und Leah Schrager über die Themengebiete Aufmerksamkeitsökonomie, Malerei im digitalen Zeitalter, Künstliche Intelligenz und das Post-Digital Self. Die Gruppenausstellung zeigte, wie sich Produktion und Rezeption von Kunst im Zeitalter sozialer Medien verändern.

Die Podcastfolgen #001 bis #015 widmen sich der Ausstellung POINT OF NO RETURN. Wende und Umbruch in der ostdeutschen Kunst, die bis November 2019 im MdbK zu sehen war. Hier spricht Juliane Neubauer mit ausstellenden KünstlerInnen darüber, wie sie die Zeit vor, während und nach der Wiedervereinigung erlebten und wo sie bzw. ostdeutsche Kunst heute stehen.

von und mit MdbK Leipzig

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